Abwasser - Was steckt hinter dem Begriff? Was passiert mit dem anfallenden Abwasser? Wo kommt es her und wohin fließt es?
Kommunales Abwasser fällt sowohl in Haushalten als auch im Gewerbe an. Beim Duschen, Wäschewaschen, Spülen oder dem Gang zur Toilette wird sauberes Wasser aus dem Leitungsnetz entnommen und in seinen Eigenschaften verändert. Auch in der Industrie oder im Gewerbe wird Wasser verunreinigt oder durch Kühlprozesse thermisch verändert. Zusätzlich wird das oberirdisch ablaufende Regenwasser, welches in die Kanalisation eingeleitet wird, dem Abwasser zugeordnet.
Die meisten Bürger machen sich über den weiteren Verlauf des Abwassers keine Gedanken. Für die Abwasserwerke beginnt hier allerdings die Arbeit. Jährlich werden 5.200.000 m³ Abwasser in der Verbandsgemeinde Hachenburg zur Reinigung in eine der 12 eigenen Kläranlagen oder in Kläranlagen angrenzender Kommunen geleitet. Dort werden chemische, biologische und mechanische Verfahren eingesetzt, um grobe Stoffe, organische Verbindungen, Bakterien und jegliche Verunreinigungen zu beseitigen. Im Anschluss wird das Wasser zum nächsten Gewässer, dem sogenannten Vorfluter abgeleitet.
Die Technik der Abwasserreinigung wurde in den letzten Jahrzehnten konstant verfeinert, so dass die Gewässerqualität von Bächen und Flüssen sich ebenfalls verbessert haben. Um die Qualität weiterhin auf hohem Niveau zu halten, müssen die Kläranlagen und das dazugehörige 440 km lange Infrastrukturnetz regelmäßig gewartet werden.
In der Verbandsgemeinde Hachenburg betreiben die Verbandsgemeindewerke Kläranlagen zwischen 150 und 8.000 Einwohnerwerten.
Christian Sieling wird als Abwassermeister mit seinem Team an der Umsetzung des Zukunftskonzeptes an vorderster Front mitarbeiten.